10 Tipps: Erfolgreiches Huchenangeln am Lech

huchen

Auch wenn der Sommer geht – besser kann das Wetter momentan nicht sein! Es wird deutlich kühler, der Herbst ist da und der Schnee nicht mehr weit. Und das lieben Huchen …

Was sie sonst noch so lieben, oder wie und wo man sie am besten an den Haken bekommt, habe ich folgend als kleine Tippliste zusammengestellt:

  • Der Köder am Boden serviert: Der Huchen verweilt gerne kurz über dem Boden hinter großen Steinen und Felsen, in Mulden und Gumpen oder unter versunkenen Bäumen; Um dann hervorgeschossen zu kommen, um den vorbeiziehenden Köder zu erwischen.
  • Zügige Köderführung möglich: Der Huchen ist ein sehr schneller Fisch, der auf sechs bis sieben Meter pro Sekunde beschleunigen kann. Ab und zu Speed-Führung schadet definitiv nicht!
  • Ausreichend dicke Schnüre verwenden: 0,40 bis 0,60er Schnurstärke. Der Huchen ist ein kämpferischer Fisch mit einem harten Maul. Aus diesem Grund muss der Anschlag gut sitzen. Einige Huchenfischer wenden den Doppel-Anschlag an. Also zwei Anschläge direkt hintereinander, um sicher zu gehen, dass der Haken auch gut sitzt.
  • Extreme Hängergefahr: Die Bereiche, in denen sich der Huchen aufhält, sind von Hängermöglichkeiten übersät. Deswegen ist eine dickere Schnur empfehlenswert. Der eine oder andere Köder kann vielleicht noch gerettet werden.
  • Top Huchen Fangzeit ist zwischen November und Februar. Da die Schonzeit am 15.02 anfängt, sind die letzten Wochen davor besonders gut! Stellen mit starker Strömung, Bacheinläufe, Flusszusammenführungen oder auch unterhalb von Wehren werden in dieser Zeit gerne aufgesucht.
  • Köder: Gummifische, große Twister, Huchenzopf. Am Hölzl über den Grund gezogener toter Köderfisch oder Köfi am Bleikopf können sensationelle Erfolge erzielen.
  • Beste Wettervoraussetzungen: Schnee, oder Schneeregen, schlechte Sicht/Nebel. Bei frostigen Tagen mit schönen Minusgraden ist die frühe sonnige Mittagszeit vielversprechend.
  • Generell zur Tageszeit: Eigentlich die frühen Morgenstunden, außer wie eben beschrieben. Gute Fangerfolge kann man ebenso in der Dämmerung erzielen. Für diese doch recht kurze Zeit, wechsle ich gerne auf schwimmende Wobbler. Am Lech werden einige Huchen in den Abendstunden gefangen.
  • Wetterwechsel steigert den Fresstrieb: Wenn mit dem Föhn nach einigen frostigen Tagen mildere Luft kommt, werden die Chancen auf einen Fang deutlich erhöht. Generell gilt: Wenn der Huchen frisch gefressen hat, dann dauert es wieder ein paar Tage, bis er zur nächsten Jagd aufbricht.
  • Der Huchen ist extrem lärmempfindlich: Leises Anpirschen ist Pflicht. Ebenso sollte man den Köder weit über das Ziel hinaus werfen, um ihn dann lautlos über die vermutete Stelle des Huchens zu ziehen.
  • Stellen oft wechseln, denn der Huchen registriert jede Veränderung in seinem Umfeld. Huchen beißen bei den ersten Würfen, oder gar nicht. Nicht länger als 15 Minuten an einer Stelle verweilen. Zu langes Auswerfen verschreckt den Huchen eher.

Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass der Huchen ein extrem lernfähiger Fisch ist. Man behauptet sogar, dass ein schon gehakter und wieder zurückgesetzter Fisch diese Erfahrung niemals vergisst, und somit sein Verhalten ändert.

Der Huchen ist der Fisch der 1000 Würfe und dadurch eine echte Herausforderung!

Bin gespannt ob’s dieses Jahr klappt?!

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